Veranstaltungszyklus: Bridges in a Global World

Bridges in a Global World ist ein interdisziplinär angelegtes Projekt. Unterschiedliche Kunstformen verbinden sich mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu einer Gesamtperformance.

Gemeinsam mit nationalen und internationalen Wissenschaftler*innen und Künstler*innen sollen Ursprung und Wirkung der Zugehörigkeit zu Kultur, Ethnie und Religion, zu Geschlecht und Ökonomie untersucht werden. Den Fragen folgend - Gibt es in der Vielfalt und Verschiedenheit menschlichen Seins etwas Universelles? Gibt es in einer globalen Welt über alle Kulturen hinweg etwas Übergreifendes, Verbindendes? Gibt es etwas, was es uns ermöglicht, Trennendes zu überbrücken? – werden vielfältige Herangehensweisen, unterschiedliche Gestaltungsformen und Perspektiven zu einem Aussagenteppich gebündelt, der das Publikum in einen interaktiven Dialog einbeziehen möchte.

Der Veranstaltungszyklus Bridges in a Global World wird durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen des Schwerpunktthemas „Transit“ finanziell gefördert. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert neben regionalen vor allem Kulturprojekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft.
Außerhalb der Förderung des Kulturfonds, aber zum Projekt gehörend ist die Ausstellung Renovación – Arbeiten der Künstlerin LaBGC.

Do you know Africa? – Amadou Diallo / Renovación

01. Juni 2016
> 19:00

Is Africa the youngest, the oldest, the richest or the poorest continent? Contrasts!

In seinem englischsprachigen Vortrag entführt uns Amadou Diallo auf eine Reise durch Afrika. Amadou Diallo ist CEO vom Großkonzern DHL Fracht: Er ist einer der wenigen afrikanischen Chefs in deutschen Großkonzernen – und ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender von Amref Health Africa Deutschland.

Die Religionen renovieren! – Prof. Dr. Gerhard Kruip / Renovación

09. Juni 2016
> 19:00

Zur Zukunftsfähigkeit einer wichtigen Ressource der Menschheit

Durch gesellschaftliche Veränderungen wie Globalisierung, Individualisierung und Pluralisierung geraten auch die traditionsreichen Religionen unter Druck. Es entwickeln sich fundamentalistische Flügel, die internen Konflikte nehmen zu und die Differenz von Predigen und Handeln erschüttert ihre Glaubwürdigkeit. Auf der anderen Seite haben die Religionen Potenziale zu bieten, die die Menschheit gut brauchen könnte, um ihre gegenwärtigen Herausforderungen zu bewältigen. Was macht Religionen zukunftsfähig? Wie können sie „renoviert“ werden? Mit einem besonderen Fokus auf das Christentum versucht der Sozialethiker Gerhard Kruip, die angesprochenen Fragen zu beantworten.

Gelebte Trauer überwindet kulturelle Grenzen – Claudia Langanki / Renovación

15. Juni 2016
> 18:00

Am Beispiel der Begleitung eines iranischen, schwer krebserkrankten Jungen und seiner Familie wird Claudia Langanki, Leiterin von Kinderhospiz Bärenherz Wiesbaden, darstellen, wie interkulturelle Arbeit im leidvollen Prozess von Sterben, Tod und Trauer gelingen kann. Kulturelle, religiöse Unterschiede treten in den Hintergrund mit dem gemeinsamen, ehrlichen und unverfälschten Gefühl um den Abschied eines geliebten Kindes.

Begleitet wird der Vortrag auf der Harfe durch die Musiktherapeutin Heidi Schock-Corall.

Neues ökonomisches Denken – Prof. Dr. Heiner Flassbeck / Renovación

19. Juni 2016
> 12:00

In den vergangenen Jahrzehnten ist aus der Kooperation der Nationen, die nach dem Schock des Zweiten Weltkrieges das politische Denken und Handeln dominierte, immer mehr ein Wettbewerb der Nationen geworden. Es scheint, dass unter den neuen Bedingungen der globalisierten Wirtschaft die Wende von Kooperation zu wirtschaftlicher Konfrontation unumgänglich ist. Das ist falsch. Heiner Flassbeck zeigt, warum nur ein Kooperationsmodell am Ende erfolgreich sein kann. Er führt vor, dass dem Gedanken des Wettbewerbs der Nationen ein Denkmodell der Ökonomen zugrunde liegt, das vollkommen unrealistisch und von Glaubenssätzen durchdrungen ist.

Aus starken Mädchen werden starke Frauen – Maike Röttger / Renovación

29. Juni 2016
> 19:00

Trotz der bemerkenswerten Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung sind immer noch Millionen Mädchen auf der Welt zu einem Leben in Armut und Ungleichheit verurteilt. Nur aus einem einzigen Grund: Weil sie Mädchen sind. Frauen stehen an der Spitze von Staaten, Unternehmen und Universitäten. Doch trotz alldem berichtet ein Mädchen aus Kamerun auch im Jahr 2014 noch, dass „die Mädchen Sklavinnen der Jungen und Männer sind und ihre Probleme keine Rolle spielen.“ Dass Bildung für Mädchen die Welt verändern kann, dies zeigt Maike Röttger, die Leiterin der Geschäftsführung Plan International Deutschland, in ihrem Vortrag auf.