Veranstaltungszyklus: Bridges in a Global World

Bridges in a Global World ist ein interdisziplinär angelegtes Projekt. Unterschiedliche Kunstformen verbinden sich mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu einer Gesamtperformance.

Gemeinsam mit nationalen und internationalen Wissenschaftler*innen und Künstler*innen sollen Ursprung und Wirkung der Zugehörigkeit zu Kultur, Ethnie und Religion, zu Geschlecht und Ökonomie untersucht werden. Den Fragen folgend - Gibt es in der Vielfalt und Verschiedenheit menschlichen Seins etwas Universelles? Gibt es in einer globalen Welt über alle Kulturen hinweg etwas Übergreifendes, Verbindendes? Gibt es etwas, was es uns ermöglicht, Trennendes zu überbrücken? – werden vielfältige Herangehensweisen, unterschiedliche Gestaltungsformen und Perspektiven zu einem Aussagenteppich gebündelt, der das Publikum in einen interaktiven Dialog einbeziehen möchte.

Der Veranstaltungszyklus Bridges in a Global World wird durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen des Schwerpunktthemas „Transit“ finanziell gefördert. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert neben regionalen vor allem Kulturprojekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft.
Außerhalb der Förderung des Kulturfonds, aber zum Projekt gehörend ist die Ausstellung Renovación – Arbeiten der Künstlerin LaBGC.

Roots – Bambusskulptur am Frankfurter Kunstverein – Marie-Theres Deutsch

05. Oktober 2016
> 19:00

Der Bau der neuen Altstadt verändert die städtebauliche Situation am Frankfurter Kunstverein erheblich. Das Steinerne Haus mit seinem 50iger Jahre Anbau ist seiner Bedeutung enthoben. Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert fällt durch den Bau von 35 Häusern der Neuen Frankfurter Altstadt optisch weit zurück. Um dem zu begegnen, unterstützte das Architekturbüro von Marie-Theres Deutsch 2015 die Installation „Roots“ des indonesischen Künstlers Joko Avianto.
„Roots“ steht für politische Reformen und grundlegende soziale Veränderungen in der zeitgenössischen indonesischen Gesellschaft.

Stress- und Traumasensibilität in der Flüchtlingsarbeit – Maria Zemp

14. Oktober 2016
> 9:30 – 17:00

Viele Flüchtlinge haben in ihrem Heimatland, auf der Flucht und auch nach ihrer Ankunft in Deutschland traumatische Ereignisse erlebt, wurden Opfer von Krieg, Vertreibung, Gewalt, Folter und Vergewaltigung.

In der Schulung geht es darum, einen Einblick in den „traumasensiblen Umgang mit Flüchtlingen“ zu erhalten. Ihnen werden Grundkenntnisse zu den Themenfeldern Trauma, Traumaursachen und deren Auswirkungen vermittelt. Maria Zemp ist Fachreferentin für Trauma-Arbeit und Frauengesundheit und seit 2003 Trainerin bei medica mondiale.

Workshop für Frauen / Stress- und Traumasensibilität in der Flüchtlingsarbeit – Maria Zemp

15. Oktober 2016
> 9:30 – 17:00

Viele Flüchtlinge haben in ihrem Heimatland, auf der Flucht und auch nach ihrer Ankunft in Deutschland traumatische Ereignisse erlebt, wurden Opfer von Krieg, Vertreibung, Gewalt, Folter und Vergewaltigung.

In der Schulung geht es darum, einen Einblick in den „traumasensiblen Umgang mit Flüchtlingen“ zu erhalten. Ihnen werden Grundkenntnisse zu den Themenfeldern Trauma, Traumaursachen und deren Auswirkungen vermittelt.
Maria Zemp ist Fachreferentin für Trauma-Arbeit und Frauengesundheit und seit 2003 Trainerin bei medica mondiale.

Geschlechterrollen in der Altsteinzeit. Mythos und Wahrheit – Dr. Linda R. Owen

05. November 2016
> 11:30

Vorgefasste Meinungen über das Leben in urgeschichtlicher Zeit sowie die selektive Benutzung ethnographischer Analogien haben zu einseitigen Forschungsansätzen bei der Rekonstruktion des prähistorischen Lebens geführt. Es ist deswegen wichtig, dass Archäolog_innen die kulturellen Konzepte von Geschlecht erkennen, die ihren Denkprozessen unterliegen, und diese ständig in Frage stellen. Anhand eigener Forschungsergebnisse wird Dr. Linda R. Owen die Geschlechterrollen in der Altsteinzeit rekonstruieren.

Der Vortrag ist Teil von SAMSTAGspezial / Der Mythos vom großen Unterschied. Das Komplettpaket SAMSTAGspezial inkl. Imbiss kann nur mit Voranmeldung gebucht werden.

SAMSTAGspezial – Der Mythos vom großen Unterschied

05. November 2016
> 11:30 – 18:00

Die Archäologinnen Linda Owen und Brigitte Röder gehen in ihren Vorträgen der Frage nach, was über Geschlechterverhältnisse in der Frühzeit bekannt ist und wie die Archäologie zu diesen Erkenntnissen kommt. Die modernen Geschlechterbilder, ihre gesellschaftliche Relevanz und ihre Entstehung werden ebenfalls thematisiert.

Zum Abschluss präsentieren Uschi Madeisky, Daniela Parr und Dagmar Margottsdonner ihren jüngsten Film „Wo die freien Frauen wohnen“. Der Film schildert das Leben der Mosuo, einem Matriarchat in China.

11.30 Uhr – Geschlechterrollen in der Altsteinzeit. Mythos und Wahrheit
Dr. Linda R. Owen, Archäologin

In ihrem Vortrag plädiert Dr. Linda R. Owen für eine rigorose theoretische und methodologische Vorgehensweise in der prähistorischen Geschlechterforschung. Anhand von altsteinzeitlichen Beispielen werden die prähistorischen Geschlechterrollen und das prähistorische Leben rekonstruiert.

12.30 Uhr – Pause

12.45 Uhr – Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten? – Geschlechterforschung zwischen Archäologie und Öffentlichkeit
Prof. Dr. Brigitte Röder, Archäologin

„Männer sind ursprünglich Jäger, und Frauen sind Sammlerinnen“. Doch gab es dieses urgeschichtliche Traumpaar wirklich? Was sagen die archäologischen Quellen dazu? Der Vortrag gibt Antworten auf diese Fragen.

13.45 Uhr – Pause

14.00 Uhr – Nachdenken über Geschlecht und Differenz
Dr. Linda Owen und Prof. Dr. Brigitte Röder im Gespräch mit dem Publikum.

14.45 Uhr – Pause

15.30 Uhr – Wo die freien Frauen wohnen
Uschi Madeisky, Filmemacherin

Der Film schildert das Leben der Mosuo in China. Dort sind Frauen frei und geachtet, der Mann, ebenfalls zufrieden und ausgeglichen, erhält seine Identität über seinen Mutterclan.

18.00 Uhr – Ende

Kombiticket inkl. imbiss: 20,-
Einzelticket: 5,- (jeweils inkl. Museumseintritt)

Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten? – Prof. Dr. Brigitte Röder

05. November 2016
> 12:45

Geschlechterforschung zwischen Archäologie und Öffentlichkeit

„Männer sind ursprünglich Jäger, und Frauen sind Sammlerinnen“ - Doch gab es dieses urgeschichtliche Traumpaar wirklich? Oder haben die Vorstellungen, die sich um den urgeschichtlichen Jäger und seine sammelnde Gattin ranken, weniger mit urgeschichtlichen als mit heutigen Geschlechterrollen zu tun, von denen lediglich behauptet wird, dass sie „ursprünglich“ und „natürlich“ seien? Antworten auf diese Fragen werden aus der Perspektive der archäologischen Geschlechterforschung entwickelt, deren Arbeitsweisen, Aussagepotentiale und Grenzen ebenfalls präsentiert werden.

Der Vortrag ist Teil von SAMSTAGspezial / Der Mythos vom großen Unterschied. Das Komplettpaket SAMSTAGspezial inkl. Imbiss kann nur mit Voranmeldung gebucht werden.

Filmvorführung – Wo die freien Frauen wohnen – Uschi Madeisky

05. November 2016
> 15:30

Die Filmemacherin Uschi Madeisky ist seit über 20 Jahren in matriarchalen Gesellschaften unterwegs. Wir zeigen ihren jüngsten Film: „Wo die freien Frauen wohnen“. Er schildert das Leben der Mosuo im Süden von China, dort sind Frauen frei und geachtet, der Mann ebenfalls zufrieden und ausgeglichen, erhält seine Identität über seinen Mutterclan.

Anschließend besteht die Möglichkeit gemeinsam mit den Filmemacherinnen Uschi Madeisky, Daniela Parr und Dagmar Margottsdotter-Fricke der Frage nachzugehen: Wie unterscheiden matriarchale Gesellschaften sich von der unserigen? Was können wir von ihnen lernen?

Der Vortrag ist Teil von SAMSTAGspezial / Der Mythos vom großen Unterschied. Das Komplettpaket SAMSTAGspezial inkl. Imbiss kann nur mit Voranmeldung gebucht werden.

Laurence Anyways

20. November 2016
> 19:00

In seinem dritten Spielfilm setzt sich das frankokanadische Wunderkind Xavier Dolan mit der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Transsexualität auseinander und erzählt in poetischen Bildern von der Liebe zweier Menschen, die trotz aller Schwierigkeiten nicht enden will.
Laurence und seine Freundin Fred lieben sich bedingungslos und führen auf emotionaler wie auch intellektueller Ebene eine glückliche Beziehung. Doch dann muss sich Laurence eingestehen, dass er im falschen Körper geboren ist und lieber als Frau leben will. Sein Geständnis ändert alles…oder vielleicht doch nicht?

In Zusammenarbeit mit Amnesty International und Murnau-Filmtheater
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "WIR in Wiesbaden"

Ein Band zwischen Himmel und Erde – Prof. Dr. Melanie Wald-Fuhrmann

27. November 2016
> 12:00

Die Geschichten um Apoll, Orpheus und die Musen sind in Europa noch vielen Menschen vertraut. Immer wieder beziehen sich die Künste und die Populärkultur auf sie. Mythen, die sich mit der Musik befassen, gibt es aber auch in vielen anderen Kulturen der Erde. Vergleicht man diese Geschichten miteinander, fallen weniger die kulturellen Unterschiede, als verblüffende Ähnlichkeiten auf. In den Mythen geht es um die Entstehung von Instrumenten, Gattungen, musikalischen Praktiken oder einzelnen Stücken. Die besonderen Fähigkeiten heroischer Musikergestalten werden erzählt. Und immer wieder geht es darum, was Musik eigentlich ist.

Im Vortrag werden einige solcher Geschichten aus Mittelamerika, Westafrika, Indien und China vorgestellt und ihr Sinnpotenzial ausgelotet. Im Mittelpunkt dabei steht das Motiv der Musik als Geschenk des Himmels.

Frauenkraft Frauenweisheit - Luisa Francia

09. Dezember 2016
> 13:00 – 17:00

Wie finde ich zu meiner eigenen Kraft, zu meiner Magie, zur Göttin in mir?
Mit Übungen, Stimme, Rhythmus, mit Orakel und Ritual nähern sich die Seminarteilnehmerinnen spielerisch der eigenen inneren Weisheit, der Göttin in jeder Frau.

Die Magie der Frauen ist für Luisa Francia das Urvertrauen in die eigene Kraft, die alles wandeln kann.

Frauenkraft Frauenweisheit – Luisa Francia

10. Dezember 2016
> 13:00 – 17:00

Wie finde ich zu meiner eigenen Kraft, zu meiner Magie, zur Göttin in mir?
Mit Übungen, Stimme, Rhythmus, mit Orakel und Ritual nähern sich die Seminarteilnehmerinnen spielerisch der eigenen inneren Weisheit, der Göttin in jeder Frau.

Die Magie der Frauen ist für Luisa Francia das Urvertrauen in die eigene Kraft, die alles wandeln kann.

Die Göttin in mir – Luisa Francia

11. Dezember 2016
> 12:00

Göttinnen als Lebensthema. Für Luisa Francia sind Göttinnen ein lebendiger und ständiger Wandlungsprozess weiblicher Kraft und weiblicher Wirklichkeit.

In ihrem Vortrag möchte Luisa Francia Frauen anregen, die Göttin in jeder Frau zu entdecken und zu feiern. Das lineare Vergehen von Zeit mit all den Moden und Hypes wird durch die Vielfalt der Göttinnenerscheinungen aufgehoben. Zeit- und Raumlos prägen sie immer wieder auch das Erscheinungsbild von Frauen, spiegeln die komplexe weibliche Wirklichkeit und regen Frauen an, sich spielerisch immer wieder neu zu erfinden.

In Transition – In Between – Unterwegs im Grenzland – Cambra Skadé

21. Januar 2017
> 10:00 – 18:00

In dem Tagesseminar geht es um die „Grenzländer“ auf dem Lebensweg; um Zeiten im Übergang, in transition, um das Unterwegssein im Niemandsland, in between. Im Dazwischen liegt das Alte bereits hinter uns, das Neue ist jedoch noch nicht da. Es wird Zeit für das Betreten des Nullraumes.

Die Teilnehmerinnen tauschen sich aus, forschen und arbeiten mit verschiedenen schamanischen Techniken, gehen weibliche schamanische Wege und erkunden schamanische Kunst.

Die Heilkunst der Trickster – Cambra Skadé

22. Januar 2017
> 12:00

Trickster – Was ist die Kraft dieser großen Grenzgänger*innen und Gratwander*nnen? Wie zeigen sie sich in unterschiedlichen Kulturen, zu unterschiedlichen Zeiten? Die Trickster laden ein, von ausgetretenen Pfaden herunter zu gehen. Sie fordern auf, aus alten Wahrnehmungsmustern auszubrechen und mit frischen Augen zu sehen. Auf eine heilige Art und Weise wandert diese archetypische Gestalt an der Grenze entlang und lehrt, aus starren Mustern auszubrechen, um das eigene ICH und die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

In Transition – In Between – Unterwegs im Grenzland – Cambra Skadé

23. Januar 2017
> 10:00 – 18:00

In dem Tagesseminar geht es um die „Grenzländer“ auf dem Lebensweg; um Zeiten im Übergang, in transition, um das Unterwegssein im Niemandsland, in between. Im Dazwischen liegt das Alte bereits hinter uns, das Neue ist jedoch noch nicht da. Es wird Zeit für das Betreten des Nullraumes.

Die Teilnehmerinnen tauschen sich aus, forschen und arbeiten mit verschiedenen schamanischen Techniken, gehen weibliche schamanische Wege und erkunden schamanische Kunst.