

Die Arbeiten von Petra Johanna Barfs kreisen um die Themen wie Identität und Erinnerung an Frauenbilder der Geschichte. Ihre Bilder erzählen ironische und ernsthafte Geschichten, die eine eigene Welt zeigen und zum Nachdenken sowie Nachfragen anregen.
Hierbei schenkt die Künstlerin ihre Aufmerksamkeit dem weiblichen Zweig der Hitlerjugend, dem Bund deutscher Mädel (BDM), und der weiblichen Kriminellen Bonnie Parker. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Frauenbilder nichts gemeinsam zu haben: Einerseits stolze Mütter und junge Mädchen, beigetreten für den Kampf zum Rassengewissen der Nation, andererseits die skrupellose und anarchistische Bonnie, welche fern von Regeln und Gesetzen ihr Schrecken verbreitete. Doch beide sind auf der Suche nach Identität.
Petra Johanna Barfs verwendet Archivmaterial aus Zeitungen, Katalogabbildungen ebenso originale Fotografien, welche ihr von Zeitzeugen zur Verfügung gestellt werden. Dieses wird vergrößert und schließlich in dem malerischen Prozess eingefügt. Von 2008 bis heute entstanden zahlreiche teils großformatige Collagen in Verbindung mit Malerei auf Leinwand und Papier. Ein Teil dieser Arbeiten ist in der Ausstellung „BONNIE BUNNY BANG BANG / Heimat – Fremde Heimat“ zu sehen
Ausstellungseröffnung
Sonntag, 15. Januar 2012
12.00 Uhr
Begrüßung
Agnes Maria Brügging-Lazar, frauen museum wiesbaden
Zur Ausstellung in Anwesenheit der Künstlerin
Mathias Wellmer, Geschäftsführer der Agentur Arts and friends

