

Die Tänzerin Tatjana Barbakoff (1899 – 1944) faszinierte mit ihrem einzigartigen Tanzstil und ihrer beeindruckenden Ausstrahlung das Publikum.
Sie trat in den Metropolen Europas auf und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere führte ihre erfolgreiche Tournee durch Deutschland, die Schweiz und Ungarn.
1933 emigrierte sie aufgrund der politischen Verhältnisse in Deutschland nach Paris und konnte zunächst noch in Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz auftreten.
Ab dem Sommer 1940 befand sich Tatjana Barbakoff auf der Flucht vor den Nationalsozialisten. Sie wurde am 6.2.1944 im Konzentrationslager Ausschwitz ermordet.
Mit ungewöhnlichen eigenen Kreationen und ihren einzigartigen Einfälle im Umgang mit Dekor, Gewand und Farbigkeit inspirierte Tatjana Barbakoff zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die die Tänzerin in Bildnissen, Plastiken und Fotografien immer wieder porträtierten. So finden sich unter anderem Bildnisse von Helen Dahm, Otto Dix,
Benno Elkan, Erich Heckel, Martin Pietsch, Christian Rohlfs sowie Nini und Carry Hess. Die ersten künstlerischen Arbeiten von Arnold Hensler zu Tatjana Barbakoff entstanden in Wiesbaden.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in das Leben der Tänzerin und Muse Tatjana Barbakoff.
Katalog zur Ausstellung
27. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011



Frauen im Konzentrationslager 1933 – 1945
Fräulein Stinnes fährt um die Welt
»Zakkum« – Krimi-Comic-Ausstellung
Frauen in Naturwissenschaft und Technik
Atmen und Erden
Fotografische Arbeiten aus der Natur
Frauenmuseen über Grenzen hinweg
Internationale Vernetzungen
Dauerausstellung
Highlights aus der Sammlung