Vortrag über „Rosa-Winkel-Häftlinge“ im Kunsthaus / Rosa Winkel
18. März 2026
> 18:00
Mit der Ausstellung „Rosa Winkel. Als homosexuell verfolgte Häftlinge in den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau-Dora“ gastiert das Stadtarchiv Wiesbaden derzeit im Kunsthaus auf dem Schulberg. Die Ausstellung wurde von Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora erarbeitet und kann noch bis Sonntag, 19. April, besucht werden.
Im Rahmen der Ausstellung spricht der Historiker und Soziologe Dr. Alexander Zinn am Mittwoch, 18. März, 18 Uhr, im Kunsthaus über die sogenannten Rosa-Winkel-Häftlinge. Der queere Chor „Die Uferlosen“ aus Mainz und Wiesbaden wird den Vortrag musikalisch begleiten.
Über Jahrzehnte tabuisiert, rückt die nationalsozialistische Homosexuellenverfolgung erst in jüngerer Zeit ins Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit. Im Fokus steht dabei das Schicksal der Männer, die in Konzentrationslagern inhaftiert und dort mit einem rosa Winkel gekennzeichnet wurden. Dr. Alexander Zinn beleuchtet in seinem Vortrag nicht nur deren Biografien, sondern auch die strafrechtliche Verfolgung nach den Paragrafen 175 und 175a, die Motive der Verfolgungspolitik sowie die schleppende Aufarbeitung nach 1945. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom queeren Chor „Die Uferlosen“ aus Mainz-Wiesbaden. Die Sängerinnen und Sänger regen mit ihren selbstgetexteten Liedern zum Nachdenken über das queere Leben in der heutigen Zeit an.
Die Ausstellung im Kunsthaus ist dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr, sowie donnerstags von 11 bis 19 Uhr (ab Sonntag, 1. März, von 13 bis 19 Uhr) geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung des Stadtarchivs Wiesbaden in Kooperation mit dem Kunsthaus Wiesbaden, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, frauen museum wiesbaden und der LSBT*IQ-Koordinierungsstelle.
