AktenEinsicht

26. September 2021
> 17:00

Die Autorin Christina Clemm liest aus ihrem Buch „AktenEinsicht“. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage von Gewalt gegen Frauen als einem alltäglichen Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. »AktenEinsicht« erzählt Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei.
Christina Clemm arbeitet als Strafverteidigerin und als Nebenklagevertreterin von Opfern
sexualisierter und rassistisch motivierter Gewalt. Sie ist Fachanwältin für Strafrecht und Familien-recht in Berlin und war Mitglied der Experten¬kommission zur Reform des Sexualstrafrechts des BMJV.
Im anschließenden von Kim Engels moderierten Gespräch können Fragen aus dem Publikum diskutiert werden.
Die Veranstaltung wird auf dem YouTube-Kanal des frauen museum wiesbaden gestreamt

Schirmfrau der Veranstaltungsreihe: Schwester Lea Ackerman Frauenrechtlerin und Gründerin der Frauen-Hilfsorganisationen SOLWODI und SOLGIDI

Die Veranstaltungsreihe wird durch
frauen museum wiesbaden
amnesty international wiesbaden
Kommunale Frauenbeauftragte
Wiesbadener Burgfestspiele
Frauenkommunikationszentrum Wiesbaden, KomZ
Wildwasser Wiesbaden
und
„Das Bundesprogramm Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, unterstützt - mit der Projektnummer 2021/A0030-14: „Femizid – jeden dritten Tag“
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung

Begraben, aber nicht vergessen

02. Oktober 2021
> 12:00

Der Nordfriedhof, von Wald umgeben, beherbergt prächtige Grabmäler. Hier liegen Frauen begraben, deren Werk und Engagement nicht nur Wiesbaden veränderte, so z. B. Theodore von Knoop, Amely Bölte oder Ika Freudenberg. Auf den Spuren der hier begrabenen Frauen bewegen wir uns durch die Frauengeschichte des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts und begegnen einer sich verändernden Trauerkultur.

Führungen / Contre l´Oubli - Gegen das Vergessen

03. Oktober 2021
> 15:00

Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Zu ihrem Freundeskreis gehören namhafte Künstlern wie Suzanne Valadon, Chana Orloff, Alfred Bayrle, Moissey Kogan und Paul Strecker. Ihre Kunst stellt sie zu dieser Zeit u.a. im Salon des Tuileries. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu organisieren, was Edith Auerbach, im Gegensatz zu der ebenfalls internierten Hannah Arendt nicht gelingt. Nur dank der Hilfe couragierter Menschen gelingt es ihr schließlich unterzutauchen und den Holocaust zu überleben. Ihre Kunst soll unter dem Eindruck dieser Erfahrungen mit einer ‚l’art pour l’art‘ nichts mehr zu tun haben. Sie malt nun gegen das Vergessen an, unter dem Pseudonym ihrer Jahre im Untergrund: Edith Delamare.

Ausverkauft! | Manu Schon

07. Oktober 2021
> 19:00

Ist die deutsche Prostitutionspolitik mit ihrem Ansatz der Regulierung und Liberalisierung gescheitert? Seit mehr als einem Jahrhundert mahnen Frauenrechtlerinnen nun bereits einen Perspektivwechsel an: Nachfrage ist der zentrale Grund, warum Prostitution existiert. Dieser Tatsache wird mit dem schwedischen Ansatz Rechnung getragen, der im Buch ausführlich vorgestellt wird. „Ausverkauft!“ ist ein Standardwerk, das einen Einstieg in die vielen verschiedenen Aspekte eines komplexen Themas bietet. Dargestellt werden zentrale Erkenntnisse der feministischen Frauenforschung, der Geschichte, der Soziologie, der Psychologie und der Kriminologie.

Begraben, aber nicht vergessen

09. Oktober 2021
> 12:00

Der Nordfriedhof, von Wald umgeben, beherbergt prächtige Grabmäler. Hier liegen Frauen begraben, deren Werk und Engagement nicht nur Wiesbaden veränderte. Auf den Spuren der hier begrabenen Frauen bewegen wir uns durch die Frauengeschichte des 19. Und beginnenden 20. Jahrhunderts.

Frauen*rechte und Frauen*hass

15. Oktober 2021
> 19:00

Die Autor*in Judith Götz liest aus ihrem Buch “Frauen*rechte und Frauen*hass, Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt”.
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Phänomen von Antifeminismus und Frauenhass. Der Glaube an die männliche Vorherrschaft bildet die Grundlage für Beziehungsgewalt, sexualisierte Gewalt, Femizide und antifeministischen Terrorismus.
Judith Götz ist Bestandteil des Autor*innen¬kollektivs Feministische Intervention (AK Fe.In). Dieses besteht aus Mitgliedern des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus, der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) und des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin e. V. (apabiz). Sie betreiben Recherche, Forschung und Analyse an der Schnittstelle von Aktivismus und Wissenschaft.
Im anschließenden von Kim Engels moderierten Gespräch können Fragen aus dem Publikum diskutiert werden.
Die Veranstaltung wird auf dem YouTube-Kanal des frauen museum wiesbaden gestreamt

Schirmfrau der Veranstaltungsreihe: Schwester Lea Ackerman Frauenrechtlerin und Gründerin der Frauen-Hilfsorganisationen SOLWODI und SOLGIDI

Die Veranstaltungsreihe wird durch
frauen museum wiesbaden
amnesty international wiesbaden
Kommunale Frauenbeauftragte
Wiesbadener Burgfestspiele
Frauenkommunikationszentrum Wiesbaden, KomZ
Wildwasser Wiesbaden
und
„Das Bundesprogramm Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, unterstützt - mit der Projektnummer 2021/A0030-14: „Femizid – jeden dritten Tag“
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung

Führungen / Contre l´Oubli - Gegen das Vergessen

17. Oktober 2021
> 15:00

Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Zu ihrem Freundeskreis gehören namhafte Künstlern wie Suzanne Valadon, Chana Orloff, Alfred Bayrle, Moissey Kogan und Paul Strecker. Ihre Kunst stellt sie zu dieser Zeit u.a. im Salon des Tuileries. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu organisieren, was Edith Auerbach, im Gegensatz zu der ebenfalls internierten Hannah Arendt nicht gelingt. Nur dank der Hilfe couragierter Menschen gelingt es ihr schließlich unterzutauchen und den Holocaust zu überleben. Ihre Kunst soll unter dem Eindruck dieser Erfahrungen mit einer ‚l’art pour l’art‘ nichts mehr zu tun haben. Sie malt nun gegen das Vergessen an, unter dem Pseudonym ihrer Jahre im Untergrund: Edith Delamare.

Führungen / Contre l´Oubli - Gegen das Vergessen

07. November 2021
> 15:00

Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Zu ihrem Freundeskreis gehören namhafte Künstlern wie Suzanne Valadon, Chana Orloff, Alfred Bayrle, Moissey Kogan und Paul Strecker. Ihre Kunst stellt sie zu dieser Zeit u.a. im Salon des Tuileries. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu organisieren, was Edith Auerbach, im Gegensatz zu der ebenfalls internierten Hannah Arendt nicht gelingt. Nur dank der Hilfe couragierter Menschen gelingt es ihr schließlich unterzutauchen und den Holocaust zu überleben. Ihre Kunst soll unter dem Eindruck dieser Erfahrungen mit einer ‚l’art pour l’art‘ nichts mehr zu tun haben. Sie malt nun gegen das Vergessen an, unter dem Pseudonym ihrer Jahre im Untergrund: Edith Delamare.

Jutta Allmendinger: Es geht nur gemeinsam!

11. November 2021
> 19:00

»Corona hat die wahren gesellschaftlichen Verhältnisse wie unter einem Brennglas hervortreten lassen: Männer arbeiten, Frauen arbeiten auch – und versorgen die Kinder. Männer verdienen, Frauen verdienen auch – aber bloß dazu. Teilzeit und Elternzeit sind noch fast immer Frauen Sache, Führungsposition und hohe Gehälter Männersache. Fakten basiert zeigt Jutta Allmendinger, was in Sachen Geschlechtergerechtigkeit alles (nicht) passiert ist, welche Instrumente etwas bewirkt haben und was passieren muss, damit Frauen endlich auf allen Ebenen gleichberechtigt sind. Ein zorniger, kluger, erfahrungswidriger Appell an Politik, Gesellschaft und uns alle.«
Es geht nur gemeinsam! Wie wir endlich Geschlechtergerechtigkeit erreichen. Ullstein Verlag, 2021

Führungen / Contre l´Oubli - Gegen das Vergessen

21. November 2021
> 15:00

Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Zu ihrem Freundeskreis gehören namhafte Künstlern wie Suzanne Valadon, Chana Orloff, Alfred Bayrle, Moissey Kogan und Paul Strecker. Ihre Kunst stellt sie zu dieser Zeit u.a. im Salon des Tuileries. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu organisieren, was Edith Auerbach, im Gegensatz zu der ebenfalls internierten Hannah Arendt nicht gelingt. Nur dank der Hilfe couragierter Menschen gelingt es ihr schließlich unterzutauchen und den Holocaust zu überleben. Ihre Kunst soll unter dem Eindruck dieser Erfahrungen mit einer ‚l’art pour l’art‘ nichts mehr zu tun haben. Sie malt nun gegen das Vergessen an, unter dem Pseudonym ihrer Jahre im Untergrund: Edith Delamare.

femizid Podiumsdiskussion

23. November 2021
> 19:00

Antonella Berta, Moderatorin der Podiumsdiskussion, ARD-Journalistin & Autorin der Reportage „Femizid - Wenn Männer ihre Partnerinnen töten“
Dr. Monika Hauser, Gründerin von “medica mondiale “, 2008: Auszeichnung “Right Livelihood Award” (Alternativer Nobelpreis)
Roland Hertel, Geschäftsführender Vorstand der BAG Täterarbeit, Häusliche Gewalt e.V.
Barbara Lochbihler, Menschenrechtsexpertin u.a. im UN Ausschuss gegen Erzwungenes Verschwindenlassen
Gunda Opfer, Expertin zum Thema “Menschenrechtsverletzungen an Frauen” von Amnesty International Deutschland.
Prof. Dr. Uta Ruppert, .Professorin für Politikwissenschaft und politische Soziologie

Femizid in Deutschland ist real. Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Jeden dritten Tag bezahlt eine Frau in Deutschland männliche Gewaltexzesse mit ihrem Leben. Aufgrund von Corona und der damit einhergehenden Lockdown-Situationen wurden die unerträglich hohen Zahlen nochmals gesteigert. Folgen wir der Statistik, kennt in Deutschland jede Person einen Täter oder ein Opfer. Dieses Phänomen ist global. Nach Schätzungen der
Vereinten Nationen werden weltweit täglich 137 Frauen von einem Familienmitglied oder (Ex-)Partner getötet. Dies sind rund 60 Prozent aller getöteten Frauen weltweit.
In Deutschland und Frankreich sind das über 120 Femizide pro Jahr und Land. In Österreich wurden in diesem Jahr bis Anfang Mai schon elf Frauen getötet.
Frauen und Mädchen werden vielfach und nach wie vor als „selbst schuld“ stigmatisiert. Immer noch wird Gewalt gegen Frauen verharmlost, indem von Beziehungstaten, Verbrechen aus Leidenschaft oder Familiendramen
geredet wird. Echte präventive Maßnahmen fehlen, auch wenn der Sachverhalt seit Jahrzehnten bekannt ist.
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe wollen wir die Situation, die Ursachen und mögliche Lösungen beleuchten, denn während im Ausland Hunderttausende gegen Frauenmorde protestieren, ist es in Deutschland immer dann auffällig still und regungslos, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht.

Die Veranstaltung wird auf dem YouTube_kanal des frauen museum wiesbaden gestreamt.

Schirmfrau der Veranstaltungsreihe: Schwester Lea Ackerman Frauenrechtlerin und Gründerin der Frauen-Hilfsorganisationen SOLWODI und SOLGIDI

Die Veranstaltungsreihe wird durch
frauen museum wiesbaden
amnesty international wiesbaden
Kommunale Frauenbeauftragte
Wiesbadener Burgfestspiele
Frauenkommunikationszentrum Wiesbaden, KomZ
Wildwasser Wiesbaden
und
„Das Bundesprogramm Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, unterstützt - mit der Projektnummer 2021/A0030-14: „Femizid – jeden dritten Tag“
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung

Mit Göttinnen durch die Raunächte | Luisa Francia

04. Dezember 2021
> 10:00 – 18:00

Wir stellen uns den bewölkten Kräften durch Bewegung und Imagination, mit Orakel und Gesang. Es geht hier nicht um eine psychologische Aufarbeitung von unerwünschten Kräften, sondern um spielerisches Anrufen der schönen und freudvollen Energien, die Raum einnehmen und sich ausbreiten können. Wie immer bitte mitbringen:
Matte, Decke, lockere Kleidung, Rasseln oder Trommeln.

Mit Göttinnen durch die Raunächte | Luisa Francia

05. Dezember 2021
> 12:00

Wie befreien wir uns von Kummer, Hass, Neid, Eifersucht und ähnlichen unangenehmen Kräften? Ich lese aus meinem neuen Buch "Mit Göttinnen durch die Raunächte" und diskutiere mit den BesucherInnen über diesen Prozess der Befreiung, über spirituelle Lösungen für alltägliche Probleme, über Magie als Verbindung mit allen Wesen der Natur.

Führungen / Contre l´Oubli - Gegen das Vergessen

05. Dezember 2021
> 15:00

Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Zu ihrem Freundeskreis gehören namhafte Künstlern wie Suzanne Valadon, Chana Orloff, Alfred Bayrle, Moissey Kogan und Paul Strecker. Ihre Kunst stellt sie zu dieser Zeit u.a. im Salon des Tuileries. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu organisieren, was Edith Auerbach, im Gegensatz zu der ebenfalls internierten Hannah Arendt nicht gelingt. Nur dank der Hilfe couragierter Menschen gelingt es ihr schließlich unterzutauchen und den Holocaust zu überleben. Ihre Kunst soll unter dem Eindruck dieser Erfahrungen mit einer ‚l’art pour l’art‘ nichts mehr zu tun haben. Sie malt nun gegen das Vergessen an, unter dem Pseudonym ihrer Jahre im Untergrund: Edith Delamare.

Führungen / Contre l´Oubli - Gegen das Vergessen

09. Januar 2022
> 15:00

Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Zu ihrem Freundeskreis gehören namhafte Künstlern wie Suzanne Valadon, Chana Orloff, Alfred Bayrle, Moissey Kogan und Paul Strecker. Ihre Kunst stellt sie zu dieser Zeit u.a. im Salon des Tuileries. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu organisieren, was Edith Auerbach, im Gegensatz zu der ebenfalls internierten Hannah Arendt nicht gelingt. Nur dank der Hilfe couragierter Menschen gelingt es ihr schließlich unterzutauchen und den Holocaust zu überleben. Ihre Kunst soll unter dem Eindruck dieser Erfahrungen mit einer ‚l’art pour l’art‘ nichts mehr zu tun haben. Sie malt nun gegen das Vergessen an, unter dem Pseudonym ihrer Jahre im Untergrund: Edith Delamare.

Führungen / Contre l´Oubli - Gegen das Vergessen

30. Januar 2022
> 15:00

Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Zu ihrem Freundeskreis gehören namhafte Künstlern wie Suzanne Valadon, Chana Orloff, Alfred Bayrle, Moissey Kogan und Paul Strecker. Ihre Kunst stellt sie zu dieser Zeit u.a. im Salon des Tuileries. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu organisieren, was Edith Auerbach, im Gegensatz zu der ebenfalls internierten Hannah Arendt nicht gelingt. Nur dank der Hilfe couragierter Menschen gelingt es ihr schließlich unterzutauchen und den Holocaust zu überleben. Ihre Kunst soll unter dem Eindruck dieser Erfahrungen mit einer ‚l’art pour l’art‘ nichts mehr zu tun haben. Sie malt nun gegen das Vergessen an, unter dem Pseudonym ihrer Jahre im Untergrund: Edith Delamare.