Rückblick

Dana Kavelina

13. April
— 14. Juli 2024

Two Stories Half-True

Dana Kavelina (*1995, Melitopol, Ukraine) lebte und arbeitete in Kiew und Lwiw, bevor sie 2022 aufgrund des Ukraine-Kriegs nach Berlin floh. Vorrangig in Animationsfilmen und Videoarbeiten, aber auch in Malereien, Grafiken und Installationen untersucht sie das Verhältnis von persönlichen und historischen Traumata, Erinnerung und die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt. Ihre Videoarbeiten wurden weltweit gezeigt, so u.a. im MoMA, New York (2023), im M HKA, Antwerpen (2022) oder im MAXXI, Rom (2022).

Im Rahmen des Projekts A GATHERING OF STORIES AND MEMORIES werden zwei Videoarbeiten der Künstlerin gezeigt.

Der Animationsfilm Mark L. Tulip Who Spoke With Flowers (2018) schildert die Ereignisse des militärischen Konflikts im Donbass aus Sicht der fiktiven Figur Mark L. Tulip, dessen glückliches Leben mit den politischen Ereignissen in der Ukraine 2014 schlagartig auseinandergerissen wird. Lange versucht er, die Illusion seiner heilen Welt aufrechtzuerhalten, doch als der Krieg nach Luhansk kommt, muss er fliehen – womit allerdings die Tragödie kein Ende nimmt.

Aus gesammeltem Material aus Museen und Archiven in den USA, Israel und Polen entwickelte Dana Kavelina den komplexen Stop-Motion Film The Lemberg Machine (2023), der die historischen Geschehnisse in Lemberg ab 1939, die grausamen Pogrome von 1941 und die anschließende Ausbreitung des Holocaust in der Stadt in den Blick nimmt. In verschiedenen Kapiteln, die an Kurzgeschichten erinnern, kommen verschiedene Stimmen und Sprachen der Stadt zu Wort. Kavelina erzählt die bewegte Geschichte von Lemberg, basierend auf realen Augenzeugenberichten von Überlebenden.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts A Gathering of Stories and Memories, gefördert durch: